Erster Socare-Dissertationspreis geht an die Romanistin Dr. Paola Ravasio

Der Socare-Vorstand gratuliert Dr. Paola Ravasio zur Ehrung ihrer Dissertation Black Costa Rica. Pluricentrical Belonging in Afra-Costa Rican Poetry (2018, Universität Würzburg) mit dem Socare-Dissertationspreis 2019/2020. Die Arbeit hatte sich bei der Begutachtung durch eine externe Expert*innenkommission klar durchgesetzt.

Frau Ravasios Forschungsarbeit besticht, wie auch die Fachgutachten hervorheben, durch ihre dreifache Innovation: Sie fasst Costa Rica als Teil des Black Atlantik, nimmt in einem sich als weiß definierenden Land Schwarze Kultur in den Blick und ergänzt den literarischen Kanon Costa Ricas durch drei afrokaribische Autorinnen: Eulalia Bernard, Shirley Campbell und Dlia McDonald. Zudem greift sie im Sinne der Black Atlantik Studies die plurizentrische Identitätskonstruktion afra-costa-ricanischer Lyrik auf und fokussiert so afro-zentralamerikanische Identitätsdiskurse.

Sehr erfreulich ist, dass der erste Socare-Dissertationspreis mit Black Costa Rica eine theoretisch versierte und historisch sensible Forschungsarbeit würdigt, die die bislang noch wenig beforschten Kontaktzonen zwischen Zentralamerika und der Karibik beleuchtet.

Vor ihrer Promotion im Fach Romanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studierte Paola Ravasio (*1982, Costa Rica) Klassische Philologie sowie Europäische Literatur- und Kulturwissenschaften in San José, Bologna, Straßburg und Thessaloniki. Nach ihrer Promotion war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Die Amerikas als Verflechtungsraum“ am Center for Inter-American Studies der Universität Bielefeld, wo sie u.a. zur Literatur der zentralamerikanischen Karibik weiterforschte. Zurzeit arbeitet sie an einem neuen Projekt über Mehrsprachigkeit in Afrozentralamerika. Ihre Monographie Black Costa Rica: Pluricentrical Belonging in Afra-Costa Rican Poetry ist soeben bei Würzburg University Press erschienen: https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/frontdoor/index/index/docId/20298; https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/opus4-wuerzburg/frontdoor/deliver/index/docId/20298/file/978-3-95826-140-2_Ravasio_OPUS_20298.pdf.

 

Der Socare-Dissertationspreis wird alle zwei Jahre an herausragende Dissertationen aus dem Bereich der Karibikforschung vergeben. Einsendetermin für die nächste Auswahlrunde ist der 1. Oktober 2021. Der Preis ist mit einer einjährigen beitragsfreien Mitgliedschaft bei Socare e.V. sowie mit einem Preisgeld von 1000,- € verbunden. Genauere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie unter http://caribbeanresearch.net/de/dissertationspreis/.

Kommentierte Bibliographie zur Karibikforschung in Deutschland, Österreich und der Schweiz (2000-2019) von Gabriele Knauer: Bibliografía anotada de estudios lingüísticos, literarios y culturales sobre el Caribe llevados a cabo en Alemania, Austria y Suiza

Die kommentierte Bibliographie zur Karibikforschung von Gabriele Knauer finden Sie hier: KommentierteBibliographiezurKaribikforschunginDeutschlandsterreichundderSchweiz2000-2019

Das Ibero-Amerikanische Institut feiert seinen 90. Geburtstag!

Lassen Sie uns gemeinsam feiern! Wir laden Sie herzlich ein, virtuell an unserem Festakt am 13.10.2020, 18.00-20.00 h (UTC+2), teilzunehmen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie im Nachhinein auch auf unserem YouTube-Kanal anschauen.

Von unseren vielen Kooperationspartnern weltweit veröffentlichen wir bis Ende des Jahres
Geburtstagsglückwünsche auf YouTube. Wenn auch Sie uns etwas schreiben wollen, können Sie gerne eine Nachricht an goebel@iai.spk-berlin.de richten!

Wenn Sie mehr über das IAI, seine Aktivitäten und Projekte erfahren möchten, laden wir Sie zur Lektüre unserer
neuen Infobroschüre ein.

Weitere Informationen zu den 90 Jahren IAI finden Sie
hier.


Danke für die Unterstützung, die Kooperation und die Wertschätzung! Auf dass das IAI noch viele weitere Jahrzehnte gedeihen möge!


Barbara Göbel (Direktorin) und alle Mitarbeiter*innen des IAI

Call for Papers „Rethinking Postcolonial Europes: Moving Identities, Changing Subjectivities“ (Digital Conference; February 10-12, 2021)

Digital Conference

Rethinking Postcolonial Europe: Moving Identities, Changing Subjectivities

February 10-12, 2021

International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) Justus-Liebig-University Giessen

 

Full CfP: CfP_rethinkingEurope

Neuerscheinung: The Caribbean in Translation – Remapping Thresholds of Dislocation

Laëtitia Saint-Loubert, The Caribbean in Translation – Remapping Thresholds of Dislocation (Berlin, Bern, Brussels, New York, Oxford, Vienna : Peter Lang, 2020).

This book investigates twentieth- and twenty-first-century Caribbean literatures in translation. Covering three of the largest linguistic areas of the region, the so-called English, French and Spanish-speaking Caribbean, the volume offers a comparative study of the region’s literary output across a variety of genres, including poems, novels, short stories and essays. Caribbean texts and their translations are analysed through the prism of the threshold, which serves a dual purpose: on a textual level, thresholds correspond to paratextual elements (e.g. prefaces, afterwords, foot/endnotes, glossaries, blurbs…) that are used by various cultural agents to frame Caribbean literatures for global, regional and local audiences. On a broader level, thresholds, which both open into but also signal a limit or break, allow the author to examine and remap routes of (non) circulation for Caribbean literatures within regional, national and transnational frameworks. Analysing liminality alongside Glissantian notions that interrogate authorship, transparency, originality and hospitality in translation, the book tests the applicability of relational thinking to the imperatives of translation and literary circulation. Ultimately, the author asks whether traditional core-periphery models of global literary traffic can be challenged, inviting the reader to envisage alternative pathways of cultural exchange for and from Southern, archipelagic latitudes.
This book was the winner of the 2018 Peter Lang Young Scholars Competition in Comparative Literature.
Laëtitia Saint-Loubert completed a PhD in Caribbean Studies at the University of Warwick in 2018. She is a practising literary translator and has worked as an instructor of French and English at the University of Warwick (2015-2017) and Université de La Réunion (2017-2020), respectively. Her current research investigates Caribbean literatures in translation and focuses on bibliodiversity and non-centric modes of circulation for Caribbean and Indian Ocean literatures. The Caribbean in Translation: Remapping Thresholds of Dislocation is her first monograph.

Neuerscheinung: Ueckmann & Weiershausen (Hrsg.): Sklavenaufstände in der Literatur. Les Révoltes d‘esclaves dans la littérature

Haiti, die erste Schwarze Republik, wurde zur Chiffre einer Aporie der Aufklärung. Denn die Haitianische Revolution (1804) wurde von der französischen Kolonialmacht vehement bekämpft: offenbarend, dass die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit keineswegs für alle gemeint gewesen waren. Der Band widmet sich der Frage, wie in der Literatur vom 18. Jahrhundert bis heute Sklavenaufstände verhandelt werden. Im Sinne einer transatlantischen Romanistik und Germanistik richtet sich der Blick maßgeblich auf die Zirkulation und Transformation von Ideen zwischen Europa und der Karibik. Von französischsprachigen Literaturen ausgehend wird die Betrachtung komparatistisch geschärft: im geographischen Raum der (ehemaligen) Kolonien sowie im Vergleich Frankreichs mit den deutschsprachigen Nachbarländern.

 

Link: https://www.springer.com/de/book/9783662620397

Flyer

Socare-Konferenz 2020 & Mitgliederversammlung verschoben auf 5. & 12.-13. März 2021

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Corona-Virus, hat der Vorstand beschlossen, den Socare-Kongress in Erlangen, der für den 20. bis 22. März 2020 vorgesehen war, und die Mitgliederversammlung am 21. März 2020 zu verschieben.

Überlegungen auf verschiedenen Ebenen liegen dieser schmerzlichen, aber unseres Erachtens notwendigen Entscheidung zugrunde. So äußerten viele Konferenzteilnehmende im Vorfeld ihre Besorgnis bezüglich des Virus. Weiter haben Universitäten in verschiedenen Ländern Reiseverbote ausgesprochen oder werden dies voraussichtlich tun. An einigen deutschen Universitäten dürfen bis auf weiteres keine Veranstaltungen oder Sitzungen mehr stattfinden.

Unter diesen Bedingungen hätten wir weder den Kongress noch die Mitgliederversammlung erfolgreich und mit einer kritischen Anzahl an Teilnehmenden bzw. Mitgliedern durchführen können.

Das neue Datum für Mitgliederversammlung ist voraussichtlich der 13. März 2021. Sie wird während des Socare-Kongresses (5. & 12. – 13. März 2021) online stattfinden. Alle Informationen zum Socare-Kongress finden Sie hier: http://caribbeanresearch.net/en/2020-conference/

Trotz der aktuell widrigen Umstände freuen wir uns auf die Versammlung und den Kongress. Wir sind überzeugt, dass wir diese beiden wichtigen Ereignisse wir im kommenden März unter guten Bedingungen durchführen können.

Der Socare Vorstand

CfP: Diaspora und (Post-)Digitalität. Vorgestellte Gemeinschaften im Netz – Diaspora and (post-)digitality. Imagined communities in cyberspace – Diáspora y (pos-)digitalidad. Comunidades imaginadas en la red

Internationaler Workshop, Universität Bremen, 28.-29.08.2020

Organization: Olorunshola Adenekan (U Bremen), Julia Borst (U Bremen), Linda Maeding (U Bremen)

The growing popularity of diaspora studies in the fields of cultural studies , is happening around the same time as diasporic movements is generating renewed interests in the newsmedia, as well as in art and literature – a phenomenon that is associated with the effects of globalization, particularly transmigration and transnationalization.

 

Deadline:​ Please​ send an abstract (200-300words) and a short CV (max.100words) until March 30, 2020, to Dr. Linda Maeding (maeding@uni-bremen.de​)

Conference languages are German, Spanish and English. All participants must cover their own travel costs and living

 

Full CfP: English, Deutsch, Espanol

Interdisziplinäre Summer School: Anthropology and Contemporary Visual Arts from the Black Atlantic: between the Art Museum and the Ethnological Museum in the Global North“

Poster_SummerSchool_Anthropology and Contemporary Visual Arts from the Black Atlantic_final_1

Einladung Gastvortrag „Leuchtturm, Brücke, Labyrinth: Das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin“ (28.01.2020, Trier)

Das Fach Romanistik und das America Romana Centrum der Universität Trier laden ein zum Gastvortrag von Dr. Ulrike Mühlschlegel (Ibero-Amerikanisches Institut – Preußischer Kulturbesitz Bibliothek, Leiterin Referat Benutzung Länderreferentin Spanien, Uruguay, Karibik) zum Thema: “Leuchtturm, Brücke, Labyrinth: Das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin”

 

Universität Trier, 28.01.2020, 18 Uhr, B 14

 

Interessierte aller Fächer und Fachbereiche sind herzlich eingeladen!

 

Kontakt: Romanistik Uni Trier / America Romana Centrum